ZUKUNFTS-IMPULSE

vom erfolgreichen  Zukunftscoach und Mr. Future 

SVEN GABOR JANSZKY

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Zukunftsthemen, Denkanstöße und Innovationsfortschritt

5 Tipps zum Umgang mit Rückschlägen

 

Hallo und herzlich willkommen zu einem neuen Zukunftsimpuls, den ich für Dich vorbereitet habe.

 

Am Ende meiner Reden wird mir aus dem Publikum eine Frage besonders häufig gestellt. Sie lautet: "Wie gehst Du eigentlich mit Rückschlägen um?“ 

 

Genauso werde ich oft in meinen Coachings gefragt: „Sven, wie bekommst Du es – persönlich in Deinem Leben - hin, dass Du immer so optimistisch bleibst? Du siehst die Zukunft so positiv, und findest da überhaupt nichts Negatives drin. Woran liegt das? Wie gehst Du mit den Rückschlägen in Deinem Leben um?"

 

Auf diese Fragen, insbesondere zum Umgang mit Rückschlägen, möchte ich Dir heute meine Antwort vorstellen und 5 Tipps mit auf den Weg geben, wie auch Du Dich nicht von Rückschlägen beirren lässt.

 

Was sind eigentlich Rückschlage?

 

Ich habe in letzter Zeit viel über diese Frage nachgedacht und zuerst kam mir die Frage, ob es in meinem Leben überhaupt Rückschläge gibt? Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen komisch - natürlich gibt es in jedem Leben Rückschläge. Also in jedem Leben gibt es Dinge, die mal nicht funktionieren. Aber sind es wirklich Rückschläge? Oder fragen wir mal so: "Was sind eigentlich Rückschläge?"

 

Ein Rückschlag ist, wenn man etwas nicht erreicht, was man sich vorgenommen hat. Oder ich sage es mal ganz pauschal: Wenn das Leben ein bisschen schlechter läuft, als man es eigentlich dachte, dass es laufen würde. Das ist ein Rückschlag.

 

Das hat jetzt zwei Komponenten. Erstens, die Komponente der Erwartung. Nämlich: Wenn Du eine bestimmte Erwartung hast und es läuft nicht, wie du es erwartet hättest, dann hast Du einen Rückschlag. Zweitens, die Komponente des schlecht Laufens an sich.

 

Man kann also sowohl an den Erwartungen drehen als auch an dem Umgang damit, was da vermeintlich schiefgegangen ist.

 

Und genau dazu würde ich heute gerne fünf Tipps geben. Ich habe meine Gedanken und Routinen zum Umgang mit Rückschlägen für Dich zusammengefasst.

 

Fünf Tipps, wie ich mit meinen Rückschlägen umgehe

 

Bevor ich zu diesen Tipps komme, will ich eine Sache sagen: Ich bin ganz sicher keiner dieser Mensch, der Misserfolge in dieser Welt feiert, ob in meinen Start-up Projekten, meinem Unternehmen. In der öffentlichen Meinung. geistert oftmals die Meinung herum: Man müsse Fehler feiern, man müsse Misserfolge feiern. Und dann gibt's "Fuck up Nights", wo man hingeht und sich an den Misserfolgen der anderen „aufgeilt“. Also im Positiven - versucht daraus zu lernen.

 

Ich persönlich würde niemals zu einer "Fuck up Night" gehen, wenn ich einen Fehler mache, wenn ich einen Rückschlag habe, wenn irgendetwas in meinem Leben nicht funktioniert. Dann ärgere ich mich wirklich. Also ich hasse es zu verlieren. Ich hasse es eigene Fehler zu machen. Es ist gar nichts, worüber ich mich freue.

 

Aber natürlich passiert es trotzdem und wir müssen daraus lernen. Und wie man daraus lernt, das will ich Dir in diesen fünf Tipps sagen. Ich habe darüber kein Lehrbuch geschrieben. Das sind natürlich keine wissenschaftlich ausgearbeiteten Tipps, die aus einer Studie herausgekommen sind. Es sind schlicht Tipps von mir persönlich auf die Frage: "Wie bekommst Du es hin, dass Du immer so optimistisch bist und dass man Dir Rückschläge eigentlich gar nicht anmerkt?“

 

Tipp Nr.1: Setz Dir ein höheres Ziel

 

Ich glaube, das Wichtigste, wenn es einen Rückschlag gibt, ist, sich noch höhere Ziele zu setzen. Und das klingt erst mal komisch. Weil die meisten Menschen, wenn  das Leben ein bisschen schlechter läuft als die Erwartung, versuchen alles in dieser Situation dafür zu tun, um die Erwartung doch noch zu erfüllen. Also das vorher gesetzte Ziel doch noch irgendwie zu erfüllen.

 

Ich halte das für falsch. Ich halte es für viel wichtiger in dieser Situation, dieses Ziel noch höher zu setzen, und ich sage Dir, warum. Ich gebe Dir ein Beispiel dafür:

 

Ich habe vor einigen Wochen einen Rückschlag in meinem Zukunftsforschungsinstitut, dem 2b AHEAD ThinkTank, gehabt. Und dieser Rückschlag war, dass der Co-Geschäftsführer uns getrennt haben wollte. Wir haben super gut über eine lange Zeit, 7-8 Jahre, zusammengearbeitet.  Er ist wirklich ein großartiger und ganz intelligenter Mensch, der ganz viel gearbeitet hat und das Institut weit nach vorne getrieben hat.

 

Aber dann kam die Situation und das war nicht ganz plötzlich, sondern das hatte über ein Jahr einen Vorlauf gehabt, dass zwischen uns, die strategische Ausrichtung so ein bisschen auseinanderging. Und dieser Riss zwischen uns wurde über die Monate immer größer. Und dann muss man irgendwann mal die Entscheidung treffen, dass man sich trennt.

 

Das war für das Institut an sich ein Rückschlag. Warum war es ein Rückschlag? Weil einer der wichtigen Bereiche in diesem Institut, nämlich unserer Studienbereich, seinen Geschäftsführer verloren hatte.

 

Und in einer Situation, wo ein eingeschworenes Team von 15 tollen Wissenschaftlern, die die Zukunftsforschung auf höchstem Niveau betreiben, seine Führungsfigur erst mal verliert - Das ist ein Rückschlag. Warum ist das ein Rückschlag? Weil bestimmte Projekte, die gerade angefangen sind oder bald losgegangen wären, vielleicht gestoppt oder auf Eis gelegt werden müssen. Und die Mitarbeiter selbst überlegen in so einer Situation immer: "Wenn der Geschäftsführer geht, bleibe ich hier oder suche ich mir einen neuen Job?“ Also das ist ein echter Rückschlag.

 

Was habe ich also gemacht? Hätte ich einfach nur gesagt: "Okay, ich übernehme jetzt die Führung in dieser Abteilung und wir versuchen es, alles genau so weiterzumachen wie bisher." Was wäre passiert? Wir hätten vielleicht, aber wahrscheinlich nicht, den geplanten Zustand irgendwie langsam, vielleicht mit größerem Ressourceneinsatz, erreicht, aber es wäre eine harte Zeit gewesen. Und  ich hätte mich total schwergetan, mich zu motivieren, die Mitarbeiter zu motivieren und wirklich dieses Ziel zu erreichen.

 

Ich hab was anderes gemacht. Ich habe gesagt: "Okay, passt auf. Bisher war das Ziel,   wir machen Anzahl X von Zukunftsstudien in diesem Jahr. Wir setzen uns jetzt ein neues Ziel, noch eine Ebene höher. Wir werden zu einer Zukunftsforschungsplattform. Wir geben sozusagen das, was das Herzstück von Zukunftsforschung ist, nämlich qualitative Aussagen über die Treiber, über die Triebkräfte und die Road Blocks in der Zukunftsentwicklung. Da lassen wir jetzt unsere Kunden reinschauen. Wir machen nicht mehr nur Studien, sondern wir machen eine Plattform. Das ist sozusagen der Kosmos, die weltgrößte Plattform, wo man in qualitative Zukunftsforschung hineinschauen kann.“

 

Und was passiert? Plötzlich haben meine Mitarbeiter und Ich Lust, weil wir nicht mehr das Gefühl haben: Jetzt haben wir einen Rückschlag und jetzt müssen wir kämpfen. Sondern jetzt haben wir ein neues viel größeres Ziel. Und jetzt lohnt es sich viel mehr Mühe zu geben, um an dieses neue Ziel ranzukommen.

 

Also dadurch, dass Du in der Zeit eines Rückschlags das Ziel veränderst, nicht das alte Ziel belässt, sondern das alte Ziel ein Stückchen höher setzt, nimmst Du dem Rückschlag seine negative Energie. Weil verglichen mit dem neuen Ziel ist es gar kein Rückschlag, weil dieses neue Ziel gab's ja noch gar nicht, als man den Rückschlag erlitten hat.

 

Kurz gesagt, der erste Tipp ist: Wenn Du einen Rückschlag spürst, sofort das Ziel höher setzen, dann verliert der Rückschlag seine negative Energie.

 

Tipp Nr.2: Suche Fehler bei Dir selbst

 

Zweiter Tipp: Nach eigenen Fehlern suchen. Natürlich muss man aus Fehlern und Rückschlägen lernen. Überhaupt keine Frage. Aber, was ich mit dem Tipp meine, ist folgendes:

 

Wenn Du in so einer Situation, bei dem Du die Fehler bei jemand anderen siehst, die Schuld an diesem Rückschlag jemand anderem gibst, dann hast Du nicht in der Hand, dieses Dilemma aufzulösen. Du legst völlig in die Hand des anderen, wie Du da aus dieser Situation und aus dieser negativen Energie rauskommst und wie Du wieder positive Energie bekommst.

 

Und wenn der sagt: "Ja, ich habe die Schuld und ich mache es wieder gut.“ Erst dann hast Du die Chance, Dir wieder Energie zu holen. Das ist irrsinnig. Das ist Quatsch.

 

Der zweitwichtigste Punkt in der Situation eines Rückschlags ist, bei sich selbst den Fehler zu suchen. Weil nur dann hast Du es selbst aktiv in der Hand, positive Energie zu geben, Dir selbst diese Fehler zu verzeihen, die Schuld zu vergeben, die da in Dir da schlummert. Und wenn Du es nicht machst, dann wirst Du ewig lamentieren.

 

Ein kleines Beispiel. Jeder von uns hat im Privatleben schon mal Trennungen gehabt. Und jeder weiß wahrscheinlich aus eigener Erfahrung, dass der Umgang mit solchen privaten Trennungen viel einfacher ist, wenn Du selbst derjenige bist, der die Trennung ausspricht. Also der die Schuld an der Trennung hat. Wenn der andere mit Dir Schluss macht, dann wirst Du wahrscheinlich monatelang dem hinterherhängen. Entweder diesem Gedanken hinterherhängen oder sogar tatsächlich bei diesem Menschen jeden Tag anrufen und sagen: "Mensch, wollen wir nicht doch? Und kannst Du es Dir nochmal überlegen?"

 

Und erst in der Sekunde, wo Du selbst sagst, wo Du selbst die Schuld, den Fehler bei Dir suchst und sagst: "Okay, ich trenne mich." Selbst wenn das Dir der andere zwei Wochen vorher ausgesprochen hat, dann muss man es noch mal aussprechen: „Ich trenne mich. Ich will nicht mehr.“

 

Erst dann nimmst Du die Geschicke in die eigene Hand, hast die Chance, Dir deinen Fehler zu vergeben, die negative Energie, die so einen Rückschlag oder so eine Trennung in dem Fall weiter mit sich bringt, beiseitezuschieben und sich mit positiver Energie auf das Neue zu konzentrieren.

 

Also der Tipp, nach eigenen Fehlern zu suchen, hat eigentlich zwei Gründe. Erstens kann man tatsächlich für die Zukunft lernen. Also was mache ich in Zukunft anders? Zweitens bekommt man diese negative Energie von Rückschlägen weg und eine neue positive Energie, die in die Zukunft geht nur, wenn man den Grund für den Rückschlag bei sich selbst sucht.

 

Tipp Nr.3: Ändere Deine Erwartung

 

Den dritten Punkt habe ich am Anfang schon mal ganz kurz angesprochen: So einen Rückschlag hat zwei Seiten: Einmal, dass etwas schlecht läuft und einmal die Erwartung.

 

Ich habe vorhin schon geschrieben, ich weiß gar nicht, ob es in meinem Leben wirklich großartige Rückschläge gibt. Warum? Weil ich ein sehr klares Erwartungsmanagement habe. Also ich beschreibe mal, was ich meine:

 

Wenn Du für Dich, für Dein eigenes Leben ein Ziel, eine Prognose hast. Und dann erreichst Du es nicht, weil irgendetwas schlechter läuft als erwartet. Dann hast Du einen Rückschlag. Wenn Du es anders machst, wenn Du so eine Erwartung hast, dass nicht alles, was Du tust, zum hundertprozentigen Erfolg führt, sondern dass einiges zwischendurch beendet werden muss. Wenn Du so eine Erwartung hast, dann ist der Rückschlag kein Rückschlag. Weil der Rückschlag in bestimmten Projekten dann schon einkalkuliert ist.

 

Ich gebe Dir nochmal ein Beispiel. Im Vertrieb ist es häufig so: Du weißt, Du hast in etwa bei jedem dritten Versuch, also bei jedem dritten Kontakt mit einem Kunden, einen Abschluss. Angenommen, dann funktioniert irgendein Abschluss nicht. Dann sagst Du Dir:   "Okay, das war Nummer eins. Ich gehe zum nächsten, weil dann komme ich schneller zu Nummer Drei." Du hältst Dich nicht mit dem misslungenen Abschluss auf, weil er bereits einkalkuliert ist und machst direkt weiter, um den nächsten Abschluss zu machen.

 

Genau das sollten wir in unserem Leben auch tun. Es ist ein Fehler, der zu ernsthaften Rückschlägen in einem Leben führt, falls Du erwartest, dass immer alles zu 100% so eintrifft, wie Du es Dir vorgenommen hast.

 

Diese Erwartung ist einfach falsch. Wenn ich plane, dass etwa nur 50% eintritt, dann weiß ich, dass ich noch einen Versuch habe und kann besser mit der Situation umgehen und schneller vorankommen. Denn es ist nur ein Versuch von mehreren gewesen und kein Rückschlag.

 

Was kann man daraus lernen? Für mich persönlich bedeutet es ein anderes Erwartungsmanagement zu haben.

 

Also wenn ich in meinem Leben einen Rückschlag spüre, dann ist das für mich ein Hinweis, dass ich meine Prognose, meine Zielstellungen verändern muss. Weil sie zu optimistisch oder zu perfektionistisch sind.

 

Wenn ich meine Erwartungshaltung dann geändert habe, dann werde ich, selbst wenn beim nächsten Mal wieder etwas nicht erreicht werden sollte, es nicht als Rückschlag betrachten.

 

Tipp Nr.4: Umgebe Dich nicht mit negativer Energie

 

Wenn Du in Deinem Leben einen Rückschlag erlebst, dann gibt es aus meiner Sicht nichts Wichtigeres als diese Situation, dieses Ziel, die nicht (zufriedenstellend) erreicht wurde, so schnell wie möglich in Deinem eigenen Kopf abzuhaken und abzuschreiben.

 

Das klingt jetzt so vielleicht ein bisschen abstrakt. Aber das Gegenteil von Abhaken und Abschreiben ist die weitverbreitete Meinung, man müsse in so einer Situation retten, was zu retten ist. Tue das bitte nicht. Versuch stattdessen diese Situation so schnell wie möglich abzuhaken.

 

Warum erzähle ich das? Wenn jemand versucht zu retten, was zu retten ist, besonders in privaten Beziehungen, dann fokussiert man sich für Tage, Wochen, vielleicht Monate, manchmal sogar für Jahre auf das Management einer Krisensituation.

 

In diesem Fall bekommst Du dauerhaft negative Energie. Dann ist für Dich diese Bewältigung des Alten immer der Hauptfokus. Das ist aber falsch. Weil Du viel mehr erreichst, wenn Du Dich nach vorne fokussierst, wenn Deine Konzentration auf etwas Positives geht. Dann leistest Du viel mehr, als wenn Du permanent mit negativen Energien umgeben bist. Deshalb betrifft dieser vierte Tipp die Bewältigung des Alten.

 

Ich habe vorhin dieses Beispiel der Krisensituation genannt, wo mein Co-Geschäftsführer das Unternehmen verlässt. Natürlich gibt es da unterschiedlichste Dinge zu bewältigen und dran muss man arbeiten. Aber doch nicht ich persönlich!

 

Wenn ich dran arbeite, dann umgebe ich mich mit dieser negativen Energie. Nein, ich schiebe es ab und hake es ab. Ich überlasse die Bewältigung des Alten anderen Menschen. Es können für bestimmte Aufgaben auch Mitarbeiter im Unternehmen sein oder irgendwer anders, aber nicht ich.

 

Das klingt vielleicht ein bisschen hart, aber andere Menschen werden dafür bezahlt, beispielsweise Anwälte. Sie haben die Aufgabe, juristische Dinge zu lösen, ohne dass ich damit zu tun haben muss. Ich setze mich dieser negativen Energie, beispielsweise aus einem Rechtsstreit nicht aus und beschäftige stattdessen Anwälte damit.

 

Und klar kosten die Anwälte Geld. Aber wenn ich mich mit positiven Energien umgebe und fokussiert in die Zukunft gehe, verdiene ich viel mehr Geld als was diese Anwälte kosten. Nimm Dir zudem bitte gute Anwälte. Ansonsten werden Dinge immer noch schwieriger, länger, nerviger und auch kostenintensiver als bei guten Anwälten.

 

Also zusammengefasst: Wenn so etwas passiert, wenn ein Rückschlag passiert. Abhaken. Abschreiben. Die Bewältigung von altem Zeug machen Menschen, die dafür gut bezahlt werden. Und selbst wenn Geld verloren geht, völlig egal. Es ist immer weniger Geld, was verloren geht, als Du verdienen kannst, wenn Du Dich positiv auf die Zukunft fokussierst.

 

Tipp Nr.5: Schaffe Deine eigene Realität

 

Der fünfte Tipp ist ein bisschen speziell, weil ich nicht weiß, ob der für alle Menschen gilt. Für mich gilt der. Und dazu möchte ich etwas erzählen. 

 

Du kennst bestimmt Steve Jobs. Er ist der Apple Gründer, der vor ein paar Jahren gestorben ist. Und kurz danach ist seine Biografie rausgekommen, die er selbst noch vorher angeschoben hatte.

 

Also in den letzten Jahren war er sehr krank und dann hat er sich einen Journalisten geholt und dem Journalisten gesagt: "Komm, wir setzen uns zusammen, willst Du eine Biografie über mich schreiben? Und wenn ich sterbe, dann kannst Du sie veröffentlichen."

 

So ist es geschehen und ich habe dieses Buch gelesen. Natürlich ist Steve Jobs Biographie sehr interessant. Im dritten Kapitel, wenn ich mich richtig erinnere, steht etwas von einem Phänomen, was die Mitarbeiter von Steve Jobs bei ihm festgestellt haben. Und zwar haben sie es das Reality Distortion Field genannt.

 

Was um alles in der Welt ist ein Reality Distortion Field?! Ich habe das bei Wikipedia mal nachgeschlagen und da steht, es kommt aus dem Film Star Trek. Da gibt es irgendwelche Aliens, die erschaffen sich eine Realität allein durch Denken.

 

Die Mitarbeiter von Steve Jobs haben über ihn gesagt: "Er macht das genauso. Er ignoriert einfach Realitäten, Fakten. Er denkt sich eine Zukunft aus oder eine Vision und in der lebt er. Das ist sein Reality Distortion Field.“

 

Und ich fand das damals, als ich dieses Buch gelesen habe, interessant, weil ich dann so über mich nachgedacht habe. Und ich habe mir gedacht: "Mensch, das machst Du genauso." Verrückt oder? Und dann? Dann hab ich mich bei Wikipedia noch ein bisschen tiefer recherchiert und festgestellt, dass viele andere erfolgreiche Menschen ebenso solche Reality Distortion Field haben.

 

Ich nenne hier paar Namen. Also die Zeitung Financial Times hat das über Elon Musk gesagt. Über Bill Clinton, den ehemaligen US-Präsidenten wurde es auch gesagt. Über den Gründer von WeWork, Adam Neumann. Über einen Schachweltmeister, Bobby Fischer, dem eine  Aura, so ein Reality Distortion Field, nachgesagt wurde, mit dem er seine Gegner völlig nervös machte.

 

Das, was ich Dir aber eigentlich damit sagen möchte, ist: Offensichtlich haben einige der erfolgreichsten Menschen eine Art an sich, die Realität von außen zu ignorieren, auszublenden und sich komplett auf das eigene Zukunftsbild, die eigene Vision zu fokussieren.

 

Wenn man sich so ein Reality Distortion Field geschafft hat, dann gilt das nicht nur für einen selbst, sondern man überzeugt auch andere davon. Also man überzeugt andere davon, dass die Realität eben eine andere ist.

 

Also ich komme zurück auf Steve Jobs. Der hat viele tolle Innovationen gemacht. Unter anderem das iPhone. Das iPhone hat eine Taste. Die Mobiltelefone vorher, die noch keine Smartphones waren, hatten ganz viele Tasten. Und die Tendenz war damals, die Tastatur noch irgendwie größer zu machen. Und nicht nur 15, sondern 20 oder 25 Tasten da draufzuhauen.

 

Und der Steve Jobs musste ein ganzes Unternehmen, die besten Ingenieure, davon überzeugen, dass nicht 25 Tasten das Beste auf einem Smartphone ist, sondern nur eine einzige und das hat er mit großem Erfolg geschafft.

 

Wenn Du so eine Überzeugung widersprüchlich zur scheinbar geltenden Realität weitergeben möchtest, dann brauchst Du ein Reality Distortion Field. Dann brauchst Du die Fähigkeit, Dich selbst von Deiner Realität, die Du Dir in deinem Kopf kreierst, zu überzeugen.

 

Du brauchst zudem die Ignoranz - und das sage ich jetzt mit vollem Bewusstsein - du brauchst die Ignoranz, vielleicht sogar die Arroganz, nicht auf andere zu hören. Die angebliche Realität, mit der andere dich konfrontieren, zu ignorieren. Gleichzeitig muss Du Deine Leute, die Du brauchst mit reinziehen in Dein Reality Distortion Field.

 

Und dieses Reality Distortion Field hat nun erst nicht zwingend mit Rückschlägen zu tun. Das gibt's auch, wenn Du keine Rückschläge hast. Aber es ist bei Rückschlägen wahnsinnig nützlich. Weil Du, wenn etwas nicht so läuft wie erwartet oder schlechter läuft wie erwartet, die Dinge ignorieren kannst.

 

Ich persönlich habe mir angewöhnt, wenn Dinge irgendwie schief gehen, mich eine Zeit lang nicht damit zu beschäftigen.

 

Dieses "nicht damit beschäftigen"- das ist für mein Umfeld manchmal ein bisschen schwer. Weil ich dann E-Mails ungelesen weiterleite oder ich lösche sie sofort. Wenn ich einen Telefonanruf kriege und ich weiß genau, jetzt geht es um dieses Thema, ich gehe da einfach nicht ran, weil ich in meinem Reality Distortion Field bin. Ich will da nicht raus. Ich will diese negative Energie in meinem Leben nicht haben, weil ich genau weiß, dass ich viel besser bin und dass ich die Situation viel besser meistern werde, wenn ich die positive Energie in mir halte und auf andere Themen ausrichte.

 

Natürlich kann man Dinge nicht ewig ignorieren. Man muss sich einen ganz bestimmten Zeitpunkt setzen und sagen: "Okay, zu diesem Zeitpunkt löse ich das.“ Und zwar in der Form: Abhaken. Abschreiben. Nicht damit beschäftigen.

 

Also nimm diese fünf Tipps, die ich Dir heute genannt habe, wirklich nur als ganz persönliche Tipps von mir, die für mich in meinem Leben ganz gut funktionieren.

 

Sie geben eine Antwort auf die Frage: Warum rede ich immer über die Zukunft als so etwas ganz Positives? Die Antwort ist ganz einfach: Weil es in meinem Kopf etwas ganz Positives ist und diese fünf Tools, wie ich das in meinem Kopf als etwas Positives halte, habe ich Dir gerade aufgeschrieben.

 

Schließe Deine Energiefresser aus

 

Einer der wichtigsten Punkte – ein kleiner Extratipp quasi - ist zudem: Umgib Dich mit positiven Menschen, besonders in Situationen von Rückschlägen. Geh nicht ans Telefon, wenn Du weißt, da rufen negative Mensch an. Lies nicht die negativen E-Mails. Umgib Dich ganz bewusst mit positiven Menschen. Das hast Du in der Hand.

 

Und übrigens genau dieses "Umgeben mit positiven Menschen" ist ja auch einer der Grundgedanken meines Zukunftscoachings auf dem Weg zum Zukunfts-ICH, wo ich meine Coachees erstens ihr Umfeld in der Zukunft, zweitens die Idealpositionierung - was ist das bestmöglich erreichbare ICH in den nächsten fünf Jahren, erkennen lasse. Und sie dann auf dem Weg dahin begleite und dafür sorge, dass sie dieses Ziel auch erreichen.

 

Übung: Wer sind Deine Energiefresser?

 

In dem dritten Teil "Zukunft erreichen" des Coaching Programms gibt's eine kleine Übung, die für mich ganz wichtig ist. Nämlich das ist die Übung, sich klarzumachen, wer im eigenen Leben unter den Menschen, mit denen man sich so jeden Tag, jede Woche umgibt und Zeit verbringt positiv sind. Also wer gibt Dir Energie und wer sind diejenigen, die Dir Energie entziehen.

 

Sicherlich gibt es beide Arten von Menschen in Deinem Leben. Die einen, die Energiefresser, mit denen kannst Du selbst so positiv sein, wie Du willst. Nach einem Gespräch mit denen denkst Du immer so: „Ach, das Leben ist hart und die Welt ist schlecht.“ Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die positiv sind. Von denen kriegt man immer Energie – die Energiegeber.

 

Also schreibe Dir einmal einen Zettel alle Menschen auf, die dich so wöchentlich umgeben und ordne sie als Energiegeber oder Energiefresser ein. Naja und dann streiche die Energiefresser auf dem Zettel durch. Also die Aufgabe ist, sich weniger mit Energiefresser zu umgeben.

 

Das ist im Einzelfall manchmal hart, weil es natürlich um den menschlichen Kontakt geht. Aber wenn es darum geht, tatsächlich Rückschläge besser zu verkraften, dann gehören in so eine Situation keine Energiefresser rein, sondern ausschließlich positive Menschen. Also diese Übung, von der ich gerade geredet habe, die gibt's auch im Mentoring Kurs. Vielleicht lässt Du Dir von meinem Team (Mail an info@future-me.coach) mal einen Test-Zugang geben und schaust mal, ob das etwas für Dich ist.

 

So, das waren meine fünf Tipps zum Umgang mit Rückschlägen. Ich hoffe, sie sind nützlich für Dich.

 

Bis zur nächsten Woche. Ich wünsche Dir eine ganz große Zukunft.

 

Datum der Veröffentlichung 14.04.2021 #ZukunftdesTages


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