ZUKUNFTS-IMPULSE

vom erfolgreichen  Zukunftscoach und Mr. Future 

SVEN GABOR JANSZKY

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Zukunftsthemen, Denkanstöße und Innovationsfortschritt

Liebst Du Deine Zukunft?

 

Meinen heutigen Blogpost will ich mal mit einer etwas ungewöhnlichen oder sagen wir einer außergewöhnlichen Frage beginnen. Für mich ist es eigentlich die wichtigste Frage der Welt, wenn man so will. Und trotzdem sind wahrscheinlich einige dabei, die diese Frage zum ersten Mal hören. Warum stellen wir uns diese Frage nicht? Und vor allem wie heißt diese Frage? Die Frage heißt „Liebst Du Deine Zukunft?“ Klingt simpel. Klingt komisch. Aber liebst Du wirklich Deine Zukunft?

 

Ich erzähl Dir, warum ich heute gerade auf diese Frage komme und warum ich das so ein bisschen außergewöhnlich finde. Weil die Frage basiert auf etwas, was ich gestern erlebt habe. Genau gestern. Ich habe gestern wieder einmal eine Keynote gehalten, einen Vortrag gehalten. Ich war eingeladen bei einer internationalen Tagung eines internationalen Konzerns. Die haben zum ersten Mal wieder aus ganz Europa ihre Generalmanager zusammengeholt. Das sind sozusagen die Länderchefs von all diesen Ländern. Und diese Tagung war in Österreich, ich bin also nach Wien geflogen. Da hat mich der CEO dieses Unternehmens vom Flughafen abgeholt. Schön in einem Tesla. Der ist irgendwie auch so wie ich. Und wir sind dann in die Wiener Neustadt gefahren und haben uns lange drüber unterhalten. Auch der ist Marathonläufer, hat noch keine 19 Marathons, aber 12 oder so gelaufen. Und wir haben uns gleich vereinbart sozusagen, dass, wenn wir wieder halbwegs in Form sind, was bei mir im Augenblick nicht so richtig der Fall ist, da brauche ich sicher noch ein halbes oder dreiviertel Jahr dafür. Aber wenn ich wieder in Form bin, dann laufen wir auch einen Marathon gemeinsam.

 

Der Zukunftsblick auf die Bauindustrie

 

Naja, gut, also das ist gar nicht das, was ich euch erzählen wollte. Jedenfalls dieses Unternehmen ist aus der Bauindustrie. Und dieser CEO hat gerade einen Strategie Prozess angestoßen. Er hat gesagt „Mensch, hier in der Bauindustrie, da verändert sich relativ viel, oder? Jedenfalls ist diese Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass sich da was verändert. Sven komm doch mal dazu. Erzähl uns eine Stunde aus Sicht eines Zukunftsforschers was in euren Studien steht. Wie sieht das realistische, das wahrscheinlichste Zukunftsbild unserer Branche aus? Und das ist für mich natürlich nichts Ungewöhnliches, weil das ist sozusagen mein täglicher Job. Also das mache ich für jede Branche, machen meine Kollegen und ich eigentlich jeden Tag. Naja, also ich war da. Das Meeting geht los. So 30-35 Menschen im Raum. Alles eher so, ich sage mal so ältere Herren, auch ein paar jüngere Herren sind dabei, nur zwei Frauen darunter. Also ja, typisch Bauindustrie eben wieder, wie das so ist. Und ich beginne also denen zu erzählen, wie ein Zukunftsforscher sich die Bauindustrie in zehn Jahren vorstellt. Was sage ich also nicht, wie wir uns das vorstellen. Es geht ja nicht darum, dass ich hier in meinem Kopf irgendwelche Dinge kreiert habe, sondern das, was wir analysieren, wenn wir mit den Entscheidern in aller Welt reden und die fragen „In welche Technologien investierst Du gerade? Wohin führt das? Warum investierst Du da rein? Was hast Du da für ein Ziel dabei? Und wohin führt das für die Industrie und die Industrie und die Industrie? Na ja, und eben auch für die Bauindustrie.“

 

Also ich enthusiastisch, wie ich nun einmal bin, erzähle ich denen da so eine Stunde was über die Zukunft der Bauindustrie und dass die Bauindustrie gerade unter relativ starkem Veränderungsdruck kommen wird. Warum? Weil auf der einen Seite kommt die Regulierung, also die Politik, die von der ganzen Gesellschaft, von der ganzen Wirtschaft fordert, dass bis spätestens 2050, wahrscheinlich einigen sie sich am Ende auf 2040, wir eine Null-Emissions-Welt haben, also keine Treibhausgase mehr rausgelassen werden sozusagen.

 

Und besonders in der Bauindustrie, die tatsächlich ein großer Emittent ist von Schadstoffen, von Treibhausgasen. Wenn man sich nur überlegt, wie Zement hergestellt wird und so als Grundmaterial und dann daraus Beton hergestellt wird und so weiter. Da ist wirklich viel zu tun. Also da gibt es großen Druck von dieser einen Seite auf die Bauindustrie. Sie muss da neue Technologien, sie muss sauberer werden und so weiter.

 

Digitalisierung als Treiber jeder Branche

 

Und von der anderen Seite kommt die Digitalisierung. Da kommen die Unternehmen, Startups, die inzwischen Multimillionäre, also man munkelt sogar schon über Milliarden Investments von großen Finanzierern dahinter haben, die einfach Digitalisierung antreiben und die den Prozess in der Bauindustrie komplett verändern werden. Also bisher ist das ja immer so, wenn ein Haus gebaut wird, dann geht für jedes Haus, was da gebaut wird, irgendwie so ein individueller Prozess los. Da setzt sich so ein Architekt hin, so ein Planer und dann wird geplant und dann kommt der Bauherr ins Spiel und so weiter. Und dann geht's irgendwann auf die Baustelle und auf dieser Baustelle verbringt man ewige Zeiten. Berliner Flughafen ist das beste Beispiel. Man verbringt ewige Zeit. So sein Ding dauert ewig, ist völlig ineffizient. Es gibt Studien unter internationalen Zukunftsforschern, die sagen die Bauindustrie ist eine der am effizientesten Branchen, verglichen mit anderen Branchen. Kann man da 40 Prozent der Kosten sparen, wenn man nur ein bisschen Digitalisierung macht?

 

Naja, und jetzt kommt diese Digitalisierung und was wird sie machen? In der Bauindustrie werden sich zunächst einmal die Prozesse verändern, also wir. Ich will jetzt keinen Vortrag über Bauindustrie bei euch halten, aber was passieren wird, ist, dass diese ganze Vorplanung natürlich digital passiert und das dann auf dem digitalen Weg so Vorkonfiguration, das Zusammenstellen, Konfigurieren von Material und Werkzeug, was man eben haben will, passiert und dann man sozusagen in eine Vor-Produktionshalle geht, wo dann Module zusammengebaut werden und erst ganz zum Schluss auf die Baustelle gegangen wird. Auf der Baustelle verbringt man die wenigste Zeit und steckt einfach nur diese Module zusammen und bringt sie zusammen. Und dadurch spart man wahnsinnig viel Geld und wahnsinnig viel Zeit und der Prozess ist viel, viel effektiver.

 

Also das ist das, was wir in unseren Studien für die Bauindustrie stehen haben und das hab ich als enthusiastischer Mensch gesagt, ihr könnt viel schneller sein. Also wenn man schneller ist, kann man ja auch viel mehr arbeiten, ja viel mehr Geld verdienen. Logischerweise viel effizienter. Und war das wirklich enthusiastisch? Und ich hatte mich schon darauf vorbereitet. Ja, weil ich wusste genau, was da kommt am Ende dieses Vortrags. Und natürlich kam es auch. So kamen die ersten und sagten „Na ja, aber ehrlich gesagt, also die Digitalisierung wird in unserer Branche schon viel geredet und in allen anderen Branchen ist das ja irgendwie tatsächlich auch drin. Aber bei uns … Naja, da hat sich bisher keiner drum gekümmert und das wird auch wahrscheinlich so weitergehen.“ Und das Gegenargument, was aus meiner Sicht sehr stichhaltig ist, ist natürlich, dass dieser Druck von der Politik, dass man viel weniger Emissionen in die Welt pusten, in die Luft pusten darf und viel, viel sauberer sein muss. Das hat ganz viel mit Geld zu tun. Also da muss man viel in Technologie investieren, um das sozusagen zu schaffen, diese Ziele zu schaffen und unter den Grenzwerten zu sein, die da irgendwie von der Politik vorgegeben werden.

 

„Lieben Sie die Zukunft wirklich?“

 

Und dieses viele Geld, was man auf der einen Seite investieren muss, muss man auf der anderen Seite natürlich sparen. Und wie spart man? Ja durch Digitalisierung. Also das ist der starke Treiber von Digitalisierung. Das war sozusagen nur die Vorgeschichte. Das interessiert euch vielleicht gar nicht, wie es da in der Bauindustrie vor sich geht. Aber dann kam die entscheidende Frage. Da saß vor mir einer dieser älteren Herren ganz freundlich und fragte mich ganz freundlich „Herr Janszky, glauben Sie erstens daran, an das, was Sie gesagt haben, und zweitens viel wichtiger noch Lieben Sie eigentlich diese Zukunft, über die Sie reden? Lieben Sie das selbst oder erzählen Sie uns nur dieses Zeug?“ Und diese Frage. Lieben Sie die Zukunft? Die hat mich gestern nochmal auf die vielleicht wichtigste Frage für jeden von uns hingewiesen. Liebst Du deine Zukunft? Und ehrlich gesagt, ich habe ein bisschen gezögert bei der Antwort gestern, weil ich hatte sozusagen zwei Möglichkeiten der Antwort und beide wären richtig gewesen.

 

Die erste Möglichkeit war, ich hätte sagen können naja, wissen Sie, eigentlich ist es völlig egal, ob ich als Zukunftsforscher die Zukunft jetzt liebe. Also das, was ich ihnen gerade gesagt habe, ob ich das jetzt mag oder nicht. Denn meiner Meinung nach spielt es keine Rolle. Und meine Moral und Ethikvorstellung, also ob ich das gut oder schlecht finde, spielt auch keine Rolle. Es kommt nun mal so, wie ich es beschrieben habe. Das ist ja reine Analyse, ist ja reine Wissenschaft.

 

Also meine Meinung ist völlig unwichtig. Im Gegenteil, ich habe als Wissenschaftler die Pflicht, meine Meinung und meine Moralvorstellung, meine Ethik da rauszuhalten. Weil niemand bezahlt einen Zukunftsforscher für seine persönliche Meinung. Im Gegenteil, wir werden beauftragt, sozusagen möglichst neutral und unabhängig und unparteiisch die eigenen Werte und Meinungen wegzulassen und eine möglichst korrekte und richtige und wahrscheinliche Antwort zu geben. Also ganz korrekt kann man natürlich nicht sein, weil keiner kann es ja wahrsagen. Keiner ist Hellseher. Keiner weiß exakt die Zukunft, aber die wahrscheinlichste Zukunft. Das wahrscheinlichste Zukunftsbild, das ist das, wonach ein Zukunftsforscher gefragt wird und diese Antwort hätte ich gegeben. Das wäre natürlich ganz richtig gewesen und ehrlich gesagt wäre sie auch wahrscheinlich wichtig gewesen, weil es gerade heutzutage in der Welt, auch unter den Wissenschaftlern, nicht nur unter den Wissenschaftlern, aber auch unter den Wissenschaftlern Menschen gibt, die eben diese neutrale Position verlassen, die ihre eigene Meinung, ihre eigene Wertvorstellung in ihre Prognosen mit hinein nehmen.

 

Und das sind eigentlich nach meiner Definition keine Wissenschaftler mehr. Das sind Aktivisten. Und ehrlich gesagt, ich schätze Aktivisten. Ich finde das wichtig, dass es in der Welt Aktivisten gibt. Nur muss man gleichzeitig sagen, sie sind ja keine Wissenschaftler mehr. Sie sind dann nicht mehr unparteiisch. Sie sind dann nicht mehr neutral. Also beispielsweise Scientists for Future. Ja, ein gutes Ziel, ein wirklich gutes Ziel. Da darf man und kann man und vielleicht soll man sogar Aktivist dafür sein.

 

Aber man muss sagen, man ist einfach kein Wissenschaftler mehr, weil man eben nicht mehr wissenschaftlich neutral arbeitet. Also kurz gesagt, das wäre meine korrekte Antwort gewesen. Ich hätte also sagen können auf die Frage „Liebst Du diese Zukunft, über die Du redest?“ Hätte ich die Frage von mir weisen können und sagen können „Na ja, ehrlich gesagt, es ist überhaupt nicht wichtig. Im Gegenteil, es ist wichtig, dass ich sie nicht liebe, dass ich neutral drauf schaue und Ihnen die neutral, beste, wahrhaftig und wahrscheinlichste Prognose gebe über die Zukunft Ihrer Branche.“

 

Aber ich habe etwas anderes gesagt. Ich habe ein bisschen nachgedacht, ein paar Sekunden verstreichen lassen und dann habe ich gesagt „Ja, ich liebe diese Zukunft und ich liebe diese Zukunft mehr als alles andere auf der Welt. Und Sie?“ Also diese 30 Leute, diese 30 Country Manager, die die Chefs, die CEOs der Länder, Gesellschaften, die da vor mir saßen. Sie müssen diese Zukunft auch lieben. Das ist nicht fakultativ. Nein, sie müssen diese Zukunft lieben, weil wer die Zukunft nicht liebt, der ist ein schlechter Leader. Wer die Zukunft nicht liebt, ist eine schlechte Führungskraft. Und warum sage ich das? Weil es statistisch wissenschaftlich gesehen, gibt es eigentlich nur einen wirklichen Grund, warum die Zukunft möglicherweise schlechter werden sollte als die Gegenwart.

 

Wie kann die Zukunft schlechter werden?

 

Sie wird nur dann schlechter, wenn wir sie schlecht machen, wenn wir sie schlecht quatschen. Andersherum wissenschaftlich statistisch gesehen ist es viel wahrscheinlicher, dass die Zukunft besser wird als die Gegenwart. Da kann man in die Geschichte schauen. Da kann man die Langzeitstudien der Geschichte nehmen. Es gibt ein wunderbares Buch eines schwedischen Wissenschaftlers. Rosling heißt er, leider gestorben. Aber das Buch gibt es natürlich noch, der über viele Jahrzehnte, Jahrhunderte nachweist, dass die Langzeitentwicklung der Welt eine positive ist, und zwar an allen messbaren Kriterien, die es da so gibt.

 

Also statistisch wissenschaftlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Zukunft besser wird als die Gegenwart, viel höher. Und wie gesagt, der einzige Grund, warum es andersherum laufen könnte, ist, wenn wir die Zukunft schlecht quatschen. Also die Herausforderung. Die Pflicht für jede Führungskraft ist es, die Zukunft zu lieben. Und wenn ich sage Führungskraft, dann meine ich wirklich jede Führungskraft. Also ich meine jetzt natürlich nicht nur die Wirtschaft. Das ist jetzt nur das Beispiel von gestern. Ich meine auch Führungskräfte und Leader und Leserinnen natürlich in Familien, Eltern, Mütter, Väter, Führungskräfte in Teams, in Unternehmen, wo auch immer, in Kirchenchöre, in Sportklubs meinetwegen völlig egal. Also überall wo Leadership gefragt ist, dort ist es gefragt, dass diese Leader ihre Zukunft lieben. Das ist die Grundvoraussetzung, dass sich irgendetwas in die richtige Richtung bewegt. Wenn diese Voraussetzung nicht gegeben ist, dann bitte nicht.

 

Also falls Du eine Führungsrolle hast und Du zweifelst daran, dass Du die Zukunft liebst, tritt zurück. Es ist ganz einfach tritt zurück. Überlasse jemandem anders diese Führungsrolle, weil dann wird sich das Team in eine bessere Richtung entwickeln, als wenn Du es in die schlechtere Richtung führst.

 

Wie lerne ich die Zukunft zu lieben?

 

Wie geht das, die Zukunft lieben zu lernen? Eigentlich ist es ganz einfach. Was heißt Zukunft zu lieben? Ich meine, das ist so, das klingt zu pathetisch. Was heißt das eigentlich? Nun, das heißt den Möglichkeiten der Zukunft, den Möglichkeiten, die Du und dein Team in der Zukunft hast, denen mehr zu vertrauen, als deine Erfahrungen in der Vergangenheit. Das ist sozusagen ausformuliert, was es heißt, Zukunft zu lieben. Also es gibt in der Zukunft Möglichkeiten, selbstverständlich, und es gibt Erfahrungen aus der Vergangenheit. Und diese Möglichkeiten, die ahnen wir vielleicht nur, die kennen wir noch gar nicht. Und trotzdem, wenn Du diesen Möglichkeiten, obwohl Du sie noch gar nicht kennst, mehr vertraust als deinen Erfahrungen der Vergangenheit, dann beginnst Du, die Zukunft zu lieben. Wenn Du es andersherum machst, wenn Du den Erfahrungen der Vergangenheit mehr vertraust und sagst „Ah, das ist das, worauf ich mein Leben aufbaue, dann wirst Du Zukunft niemals lieben. Dann bist Du ein schlechter Leader, dann bist Du eine schlechte Führungskraft.“

 

Und jetzt versuche ich es noch ein bisschen konkreter zu machen. Ich meine, dieses theoretische Geschwafel von Zukunftsforschung, das ist ja oft, manchmal ein bisschen komisch bis rhetorisch herum geschwafelt. Nein, ich versuche, das ganz konkret zu machen. Schau mal, die Zukunft zu lieben kann man auch noch anders beschreiben. Man kann so sagen „Die Zukunft meiner Kinder soll besser sein als mein eigenes Leben. Ich sorge dadurch, was ich tue. In meinem Leben sorge ich dafür, dass es meinen Kindern besser gehen soll als mir. Also kurz gesagt: meine Kinder haben ein Anrecht und ich hab das schon ein paar Mal gesagt.

 

Vielleicht erinnerst Du Dich, ich habe drei Kinder, die sind 10 Jahre, 6 Jahre und 4 Jahre alt. Gerade also gerade noch Grundschule und Kitaalter. Ich persönlich, ich arbeite tatsächlich und das ist eine feste Überzeugung von mir. Ich arbeite jeden Tag daran und versuche mein Bestes dafür zu tun, dass es meinen Kindern besser gehen soll als mir. Und das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass es mir jetzt schlecht geht. Nein, mir geht es natürlich nicht schlecht. Mir geht es supergut, aber meine Kinder haben ein Recht darauf, dass es ihnen noch besser geht. Und ich werde dafür sorgen. Und was heißt dieses noch besser gehen für Kinder? Nun, wenn wir in die Geschichte schauen, in die Generation meiner Großeltern beispielsweise, ja, das war die Generation, die Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut hat.

 

Und zwar egal ob jetzt nun westlich oder östlich von der Mauer. Auf beiden Seiten wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut und auf beiden Seiten herrschte der gleiche Optimismus. Der gleiche Geist. Die gleiche Zukunftsliebe, die da hieß: „Hier ist alles kaputt, aber wir arbeiten 24 Stunden 7 Tage lang permanent daran, dass es trotzdem unseren Kindern besser gehen wird als uns hier.“ Heute sagen wir zu dieser Zeit das Wirtschaftswunder. Also kurz gesagt, ist es gelungen, mit dieser Attitüde dzu sagen 24 Stunden, 7 Tage lang arbeite ich daran, dass es diesen Kindern besser geht.

 

Und dann ist komischerweise dieses Mindset verlorengegangen, nämlich wir arbeiten daran, dass es den Kindern besser gehen soll. Das müssen so die 80er, 90er Jahre des letzten Jahrhunderts gewesen sein. Wo es dann allen super gut ging. Ja also es ging uns so gut wie nie zuvor. Und wo irgendwie plötzlich wahrscheinlich die Menschen auf die Idee kamen zu sagen „Naja, uns geht es so gut. Warum soll es jetzt unseren Kindern besser gehen? Es reicht doch, wenn es denen nur genauso gut geht.“ Und genau an dieser Stelle fing in dieser Welt etwas an, was wir heute spüren, nämlich genau an dieser Stelle kam zog sozusagen das Silicon Valley an uns vorbei.

 

Der „Start“ des Silicon Valley

 

Warum? Warum war das damals so? Meine Erklärung ist ganz einfach Das Silicon Valley ist ein Schmelztiegel für Menschen aus aller Welt, Immigranten aus aller Welt, die da hinkommen, denen es nicht gut geht, wenn sie da hinkommen und die mit dem festen Ziel dahin kommen. „Ich arbeite hier 24 Stunden, 7 Tage daran, dass es meinen Kindern besser geht.“ Diese ganze Start-Up Welt im Silicon Valley, das sind ja … Also da findest Du ja kaum jemanden, der in Amerika geboren ist. Und es ist überhaupt nicht schlimm. Es ist super, weil es sind Menschen, die Verrückten dieser Welt, die kommen da zusammen und arbeiten 24 Stunden, 7 Tage daran, dass es den Kindern besser geht. Und zwar tatsächlich seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Und jetzt, komischerweise ist in den letzten fünf Jahren nur die Chinesen noch an uns vorbeigezogen. Liest man überall. Stimmt auch. Und übrigens nicht falsch verstehen, es ist nicht ganz China, also nicht die chinesischen Dörfer. Ich sehe, in chinesischen Dörfern geht es furchtbar. Nein, es sind die chinesischen Megacitys. Und warum muss man sich fragen, warum die chinesischen Megacities? Nun, die chinesischen Megacities sind, genau wie das Silicon Valley ein Auffangbecken für Immigranten. Nur eben nicht aus aller Welt, sondern aus chinesischen Dörfern, die wachsen wie verrückt. Und die kommen aus den Dörfern, die dann nichts haben. Die kommen in die Megacities und arbeiten 24 Stunden, sieben Tage lang.

 

Und wir in Deutschland, in Europa, wir haben das irgendwie vergessen, aber wir haben das der Welt vorgemacht, wie das geht. Und jetzt habe ich was vergessen. Was bedeutet das? Das größte Problem aus meiner Sicht, was wir in Deutschland haben und was Du für dein persönliches Leben auch hast. Weil wir natürlich alle geprägt sind durch unser Umfeld hier in Deutschland. Das größte Problem ist: wir lieben unsere Zukunft nicht mehr. Schau in der Zeitung und zeige mir irgendeinen Artikel, wo ganz klar daraus hervorgeht, dass wir die Zukunft lieben. Ich kann Dir in jeder Zeitung irgendwie 100 Artikel zeigen, wo drinsteht die Zukunft ist schlecht und oh, dieses Problem und jenes Problem und da geht es den Bach runter und da brechen die Sozialsysteme zusammen und dort kommt Altersarmut und da nimmt uns die künstliche Intelligenz die Jobs weg.

 

All dieser Blödsinn, der, wenn man genau hinschaut, überhaupt nicht stimmt oder sagen wir mal nicht stimmen muss. Der stimmt nur dann, wenn wir wirklich darauf hinsteuern. Dann wird es natürlich so! Und dieses fehlende Zukunftsbild, diese fehlende Zukunftsliebe, fehlendes Zukunftsbild sag ich weil, wenn Du ein Zukunftsbild hast, ein erstrebenswertes, eins was besser ist als dein Leben heute. Das ist ja das, was wir im Coaching gemeinsam immer erarbeiten. Wenn Du so ein Bild hast, dann liebst Du dieses Bild auch, dann hast Du kein Problem mit Zukunftsliebe. Aber die meisten Menschen haben das einfach nicht.

 

Sie haben es nicht in der Politik. Sie haben es nicht in den Medien. Sie haben es nicht in der Wirtschaft und die meisten haben es auch nicht bei sich, im Privatleben oder in der Familie. Und deshalb habe ich eigentlich heute nur eine einzige Bitte. Und das ist mir gestern nach diesem Vortrag, als ich dann im Flieger saß und zurückgeflogen bin aus Wien, ist mir das so klar geworden. Ich habe nur eine einzige Bitte an Dich. Erzähle bitte nie wieder. Falls Du es schon mal irgendwann gemacht hast, erzähle nie wieder deinen Kindern oder deiner Familie oder deinem Umfeld, dass die Zukunft schlechter wird. Erzähle nie wieder deinen Mitarbeitern, deinem Team im Unternehmen, dass die Zukunft schlechter wird und lass Dir nie wieder erzählen von irgendwem anders, dass die Zukunft schlechter wird, weil sie wird nur schlechter, wenn wir sie schlecht quatschen, wenn Du sie schlecht quatschst und wenn Du nicht widersprichst, wenn andere sie schlecht quatschen, nur dann bist Du schuld. Also jetzt mal ganz offen gesagt sorry, ich will damit wirklich niemandem zu nahetreten. Aber jeder, der akzeptiert, dass die Zukunft schlecht gequatscht wird oder der es selbst tut, der ist selbst schuld. Der ist ein schlechter Leader. Eine schlechte Führungskraft für sich selbst, für seine Familie und für sein Unternehmen.

 

Umgib Dich mit Menschen, die die Zukunft lieben

 

Und falls Du diesen Gedanken inspirierend findest, falls Du ein bisschen reflektierend mal ein bisschen drüber nachdenken möchtest und vielleicht Dir die Frage stellst „Wie lerne ich denn jetzt die Zukunft lieben? Wie geht denn das?“ So ist die Antwort völlig einfach.

 

Also es gibt verschiedene. Deshalb gibt's mein Mentoring-Programm. Deshalb gibt's den dritten Teil des Coaching Programmes. Also wo es ganz klar Übungen sozusagen dazu gibt, die Zukunft lieben zu lernen. Also das kann ich Dir jetzt nicht in ein bis drei Minuten erklären, weil das wirklich viele Übungen sind. Aber es gibt einen Punkt, der zentral ist. Bitte umgib Dich in deiner Umgebung mit Menschen, die die Zukunft lieben. Rede jeden Tag zu 70%. Also wenn Du 70% dessen wie Du redest, mit wem Du redest, 70% der Informationen, die Du jeden Tag aufnimmst, ob Du sie liest, ob du sie hörst, völlig egal. 70% müssen von Menschen kommen, die die Zukunft lieben, die ein positives, ein erstrebenswertes, ein besseres Zukunftsbild für sich selbst und die Welt haben als die Gegenwart ist und nur 30% von den anderen kommen.

 

Wenn dieses Verhältnis bei Dir andersherum ist, dann ist es kein Wunder, dass Du die Zukunft liebst. Aber dann musst Du dieses Verhältnis ändern. Dann musst Du zu diesen Menschen gehen, die die Zukunft lieben und sagen „Mensch hier, ich bin hier. Lass uns mal miteinander reden, denn ich brauche Dich als mein Umfeld.“ Und nun geht man natürlich nicht jeden Tag irgendwie auf Menschen zu und sagt „Du, ich hätte Dich gern in meinem Umfeld, weil Du liebst die Zukunft. Und ich will sie auch lieben. Aber es gibt keine Methode.“ Es gibt eine. Die einfachste Methode. Die einfachste Methode dieser Welt nutzt Social Media, weil es war noch nie so einfach in dieser Welt quasi mit einem Klick die größten zukunftsliebenden Menschen in der Wissenschaft zu verfolgen. Das geht über Facebook. Das geht über LinkedIn. Das geht über Twitter, meinetwegen auch über TikTok, völlig egal welchen Kanal, am besten Du nimmst alle Kanäle gleichzeitig. Da geht das. Und damit das nicht in eine für Dich, in eine wahnsinnige Sucharbeit ausartet und Du jetzt irgendwie Dir selber all die Growth Mindsets dieser Welt zusammensuchen musst, hab ich eine kleine Hilfestellung für Dich.

 

Ich habe mir mal eine Liste zusammengestellt, nämlich eine Liste derjenigen Menschen, derjenigen Zukunftsliebenden, denen ich folge, mit denen ich mein eigenes Zukunftsbild, also das, was ich in diesem Kopf habe, mit denen ich das präge. Und da ist eine Liste entstanden, der Top 100 sozusagen, denen ich folge auf Twitter und Facebook und so weiter. Und diese habe ich aufgeschrieben. Und ich habe nicht nur die Namen aufgeschrieben, sondern ich habe sogar die, die Links zu den Social Media Profilen dieser Menschen aufgeschrieben.

 

Also Du kannst, die kannst du runterladen. Ganz einfach kostenlos. Selbstverständlich hast Du eine kleine Fleißarbeit, da musst Du einfach nur alle anklicken, 100 mal klicken und schon bist Du verbunden mit all diesen Menschen und kannst jeden Tag lesen, was die zu sagen haben, was sie gerade planen, was sie gerade erforschen, was sie gerade gemacht haben, welche Meinungen sie haben. Du umgibst Dich sozusagen jeden Tag mit diesen Growth Mindsets. Du wirst feststellen, es dauert keine drei Wochen und Dein Denken wird sich verändern. Du wirst anfangen, Schritt für Schritt, nicht von heute auf morgen natürlich, aber Schritt für Schritt die Zukunft zu lieben. Also wenn Du Lust hast, dann hol Dir diese Liste, diese Top 100 Growth Mindsets. Der Link steht in den Shownotes hier unter diesem Video und hol Dir die Liste, drucke sie Dir aus oder leg sie auf deinen Computer und dann nimm Dir einen Abend Zeit und manage sozusagen all deine Social Media Profile. Hau die raus, die nur schlechte Energie und Negatives bieten und nimm die rein, die tatsächlich die Zukunft lieben. Und dann Du wirst sehen, wirst Du anfangen, die Zukunft zu lieben. Es geht überhaupt nicht anders. Und wenn Du das geschafft hast, dann reden wir weiter, weil dann haben wir gemeinsam noch einiges vor.

 

Ich wünsche Dir eine große Zukunft.

 

Datum der Veröffentlichung 23.06.2021 #ZukunftdesTages


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