ZUKUNFTS-PODCAST

vom erfolgreichen Zukunftscoach und Mr. Future

SVEN GABOR JANSZKY

Folge #1 Ökozid - Die Zukunft unserer Umwelt?

Heute geht es um die Zukunft der Umwelt. Ich beschäftige mich mit den Fragen, ob wir den Klimawandel überhaupt noch in den Griff bekommen können und wie Du persönlich zur Rettung des Klimas beitragen kannst. Alles aus der Sicht eines Zukunftsforschers.  

 

Habt auch ihr diesen Ökozid Film gesehen, wo die Bundesregierung im Jahr 2034 auf der Anklagebank sitzt und von 31 Ländern angeklagt wird? Länder, die unter den Meeresspiegel gesunken sind. Der Bundesregierung wird vorgeworfen, sie hätte den Klimawandel nicht verhindert.   

 

Das ist verstörend, oder? Als der Film in der ARD ausgestrahlt wurde, bin ich hinterher von vielen Menschen gefragt worden: „Herr Zukunftsforscher, stimmt das? Ist das wirklich schon in 15 Jahren? Wird das so sein?“ 

 

Und als Zukunftsforscher muss man dann ein bisschen auf die Bremse treten und ein bisschen neutral sein. Also lass uns kurz auf die Fragen schauen: Wie sieht der Klimawandel in den nächsten Jahren aus? Und werden wir ihn in den Griff bekommen, oder nicht?  

 

Wenn man als Wissenschaftler nüchtern ohne große Ideologie darauf schaut, gibt es drei Punkte, die wir in Deutschland, die eigentlich jeder Menschin Einklang bringen muss. 

 

Der erster Punkt ist die riesige Überbevölkerung in der Welt. Wir werden im Jahr 2040 wahrscheinlich zehn, vielleicht sogar bis zu elf Milliarden Menschen auf dieser Welt haben. Und wir alle wissen, dass diese Welt, also die Natur in dieser Welt nicht gemacht ist für elf Milliarden Menschen. Es wird sie trotzdem geben. Keiner kann es verhindern. Aber wie gehen wir damit um?  

 

Wenn wir unseren Maßstab, unsere Menschlichkeit, unsere Menschenwürde behalten wollen, dann müssen wir allen ein Leben bieten, was ähnlich okay ist wie das Leben in der westlichen Welt. Wie geht das? Wie können wir dieses Leben geben?  

 

Mit hoher Wahrscheinlichkeit geht es. Wenn die weltweite Wirtschaft weiter so wächst, wie sie in den letzten Jahrzehnten gewachsen ist, dann kriegen wir das Problem der Überbevölkerung gelöst, aber haben auf der anderen Seite andere Probleme. Und jetzt kommt es zum zweiten großen PunktWie gehen wir mit unserer Natur und dem Klima um? 

Selbstverständlich muss das große Ziel sein, dass wir auf der Erde leben, ohne die Erde und das Klima dabei kaputt zu machen. Dennoch werden wir um ein Leben mit zero Emission nicht herumkommen.  

 

Und jetzt kommt der dritte Punkt dazu und der ist ein bisschen spezifisch. Es ist die Technologiefeindlichkeit, die wir hier in diesem Land haben.  

 

Wir haben in den letzten Jahrzehnten einige der großen Schlüsseltechnologiendie all die anderen Probleme lösen könnten, abgewählt, abgelehnt, verteufelt und niedergeschrieben durch die Medien.  

 

Wir kommen aus einer Zeit, die die Gentechnik abgelehnt hat. Wir leben in einer Zeit, die die Entwicklung von Computer, Industrie, künstlicher Intelligenz und Quantencomputern weitgehend ablehnt. Also wir sagen vielleicht nicht direkt, dass diese Technologien schlecht sind, aber wir haben uns in Deutschland und Europa einen Datenschutz gegeben, der schlicht die Weiterentwicklung dieser Technologien quasi unmöglich macht. Denn sie beruhen nun mal eben darauf, dass Daten intelligent an einen zentralen Ortin der Cloudzusammengetragen, in Verbindung gebracht und ausgewertet werden müssen.  

 

Kurz gesagt: Wir leben hier in Deutschland in einer Zeit der Überbevölkerung. Wir wollen gleichzeitig die Natur schützen und gleichzeitig sind wir technologiefeindlich. Und als nüchterner Wissenschaftler, als Zukunftsforscher muss man sagen von diesen drei Dingen, werden nie alle gleichzeitig gehen. Es sind immer nur zwei möglich. Warum ist das so? Durch das sogenannte magische Dreieck der Zukunft der Umwelt. 

 

Angenommen, wir kriegen das mit der Überbevölkerung in den Griff, nämlich durch weiteres Wachstum der Wirtschaft und wir bleiben dabei so technologiefeindlich wie wir sind – das ist das, was wir bisher tun. Dann vernichten wir die Natur. Dann werden wir diese Natur und dieses Klima nicht retten können.  

 

Angenommen, wir stemmen die Überbevölkerung und wollen aber die Natur und das Klima schützen. Dann müssen wir aber die Technologiefeindlichkeit ablegen und konsequent in neue Technologien investieren. Dann wäre es machbar. 

 

Die dritte Möglichkeit: Wir können unsere Technologiefeindlichkeit behalten und wir schützen die Natur und das Klima. Dann müssten wir das aber mit strikten Verboten machen. Dann müssen wir den elf Milliarden Menschen auf der Welt künftig verbieten, so zu leben, wie wir bisher leben.  

 

Ehrlich gesagt: kein Mensch weiß, wie man denen das verbieten soll. Es wäre auch unmenschlich. Das wäre nicht unsere Vorstellung von Menschenwürde. Beispielsweise würde Fliegen unfassbar teuer werden und nur noch die reichsten könnten sich einen Urlaub auf Mallorca leisten. Es wäre also nach unseren heutigen ethischen Maßstäben nicht denkbar und auch schlichtweg nicht durchsetzbar, weil es zu großen Unruhen aufgrund sozialer Ungleichheiten käme. 

 

Diese Welt, die man sich dann ausmalen müsste wäre viel ungerechter als die Welt, an die wir uns gewöhnt haben. Es ist keine zivilisierte Welt nach westlichem Standard - mit Reisefreiheit und all den Grundrechten und naja, eben dem, wie wir so leben.  

 

Wir kommen also nicht um die Überbevölkerung herum. Es wird diese elf Milliarden Menschen geben und wir müssen wirtschaftliches Wachstum und Globalisierung weiterhin ermöglichen und fördern, weil wir diese Menschen sonst nicht ernährt bekommen. Ansonsten kriegen wir Flüchtlingsströme, denen wir alle hier in Europa nicht gewachsen sind.  

 

Wenn aber diese drei Dinge – Überbevölkerung, Klimaschutz und Technologiefeindlichkeit nicht zusammengehen – was ist jetzt die beste Option? 

 

Meiner Ansicht nach ist es die Option, dass wir die Wirtschaft weiterwachsen lassen, um mit dieser Überbevölkerung umzugehen. Dafür benötigen wir Ressourcen – diese dürfen wir aber nicht mehr aus der Erde nehmen. Sondern wir nutzen Technologie, um diese Ressourcen künstlich herzustellen. 

 

Die meisten dieser Technologien gibt es schon, mindestens in Ansätzen und Pilotprojekten, die haben wir Zukunftsforscher schon in die Zukunftsbilder und Zukunftsszenarien für die Unternehmen dieses Landes reingeschrieben. Also beispielsweise Stahlproduktion durch grünen Wasserstoff, anstatt durch Verbrennung von Braunkohle, Steinkohle usw. Das steht schon lange in den Zukunftsbildern der großen Energiekonzerne in Deutschland drin 

3D-Drucken von Häusern, was wesentlich die Emissionen durch Zementherstellung weltweit reduziert, steht seit 2013, also seit sieben Jahren, in den Zukunftsbilder der großen Bauunternehmen drin.  

In den Zukunftsbilder der Städte haben wir smarte Städte, also intelligente Städte mit Blockchain usw. reingeschrieben, wo alles aufeinander bestmöglich abgestimmt ist und deshalb keine oder ganz wenige Emissionen entstehen. 

In der Nahrungsmittelindustrie, Fleischproduktion usw. steht drin, dass 2040 60% des weltweiten Fleischkonsums durch künstlich hergestelltes Fleisch gesättigt wird, also durch alternative Proteine. Schmeckt genauso, du merkst keinen Unterschied. Du brätst dir ein Steak - schmeckt wie ein Steak. Ist aber nicht aus einer Kuh geschnitten. Also keine Kuh musste dafür sterben, sondern die Kuh kann zuschauen, weil ihr nur ein paar Zellen entnommen wurden und dann wurden diese Zellen kultiviert. Also kurz gesagt: Diese ganzen furchtbaren Aspekte von Massentierhaltung – ethische aber auch klimatische – können wir damit verhindern. Es steht schon lange in den Zukunftsbilderder Nahrungsmittelindustrie drin.  

 

Selbstfahrende Elektroautos stehen bereits seit Jahren in unseren Zukunftsbildern der Mobilitätsbranche. 

 

Bei den Flugzeugen und in der Reisebranche sind es alternative Treibstoffe. Kerosin, das nicht mehr aus natürlichen Rohstoffen, sondern eben künstlich hergestellt wird. Das ist der erste Schritt. Im zweiten Schritt – aber das dauert noch bis 2040 - werden es Wasserstoff Flugzeuge sein. 

 

 

Also was ich damit sagen will: Diese Technologien, die unser Klima retten, die diesen Ökozid, der in diesem Film beschrieben ist, verhindern sind alle da oder werden gerade entwickelt. Das grundlegend Wichtigste, was wir aus Sicht eines Zukunftsforscher in diesem Land tun müssen und zwar die Politik, die Wirtschaft, aber auch jeder einzelne von unsist: Wir müssen unsere Technologiefeindlichkeit ablegen.  

 

Denn, wenn wir diese Technologiefeindlichkeit weiter kultivieren, wird es keine Lösung des Klimaproblems geben. Nur durch Verbote. Es wird sie nur geben durch Technologie und übrigens auch die Corona-Zeit wird nur durch Technologie gelöst, durch Hochtechnologie, die dafür gesorgt hat, dass so schnell wie noch nie in dieser Welt Impfstoffe zur Verfügung stehenSchnelltests verfügbar sind und es dadurch sehr wahrscheinlich ist, dass wir Mitte des Jahres 2021 diese weltweite Pandemie in den Griff bekommen haben. Ausschließlich durch Technologie und nicht durch irgendwelche Verbote von irgendwelchen Gesundheitsämter. 

 

Ich will damit sagen: Die Wirtschaft ist auf dem Weg. Wir müssen sie noch schneller machen und wir müssen auch die Politik schneller machen. Und die Politik muss vielleicht noch ein bisschen mehr Druck machen für sich selbst und vielleicht auch an der einen oder anderen Stelle für die Wirtschaft. Ohne jede Frage. Das müssen wir tun. Aber was jeder einzelne von uns tun muss, ist: seine eigene Technologiefeindlichkeit abzulegen.  

 

Denn die Technologiefeindlichkeit steckt tief in vielen von uns. Wir sind so aufgewachsen. Anti-Atom ist irgendwie in uns. Das haben wir so gelerntdas es nötig sei, gegen Atomkraft zu sein. Ehrlich gesagt, die meisten von uns haben das gar nicht hinterfragt. Die meisten von uns haben irgendwie gelernt, was in der Zeitung stand. Oder, weil die Eltern es erzählt haben, dass man gegen Gentechnik sein muss. Doch ehrlich gesagt ist Gentechnik die Lösung für die allermeisten unserer Probleme, die wir im Nahrungsmittelbereich und im Gesundheitsbereich in den nächsten Jahren lösen werden. Wir müssen und das gilt für jeden von uns, unsere eigene Technologiefeindlichkeit hinterfragen. Hast du auch so eine Technologiefeindlichkeit in dir? 

 

Hast du ein Zukunftsbilder nächsten 10 Jahre? Was eher heißt: "Bleib mir mit dieser Technologie weg. Lasst uns lieber irgendwie zurück zur Natur." Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dieses Zukunftsbild uns nicht zurück zur Natur bringt, sondern uns in eine echte Krise reinbringt, die durch diesen Ökozid Film beschrieben wurde.  

 

Unsere Zukunft entsteht größtenteils aus neuen Technologien. Von Wissenschaftlern, die im Kopf haben, dass die Lösung des Klimaproblems und zugleich die Lösung der Überbevölkerung beide miteinander kombiniert werden müssen. Und es geht, wenn wir auf neue, intelligente Technologien setzen, die die Erdressourcen nicht nur ausschöpfen, sondern die Erdressourcen künstlich herstellen und ersetzen. Und jetzt meine Frage an dichWie sieht dein eigenes Zukunftsbild aus? Wie sieht dein Zukunftsbild des Jahres 2034 aus? 

 

Glaubst du, dass dann Länder untergegangen sind unter dem Meeresspiegel? Dass wir riesige Flüchtlingsströme auf der Welt haben und wir alle nichts dagegen tun können? Dann musst du dein Zukunftsbild verändern.  

 

Und wenn du wissen willst, wie man ein positives Zukunftsbild entwickelt, wie man in Kontakt kommt mit diesen Hochtechnologien, die alle mit demselben Ziel, nämlich diese Erde zu erhalten, weltweit arbeiten. Und wie man sich selbst für sein eigenes Leben sozusagen das bestmögliche Zukunftsbild, das bestmögliche Zukunfts-ICH aus diesen Prognosen entwickelt, dann schau dir meine Website janszky.de an. 

Denn das ist unser Job als Zukunftsforscher. Jedem Unternehmen, aber auch jedem Menschen solch ein Zukunftsbild zu bringen und gemeinsam solch ein Zukunftsbild zu entwickeln. Ich habe dafür zahlreiche OnlinekurseWebinare und Events veranstaltet. 

Bitte lass dir durch diese Filme nicht sagen, dass es nicht geht. Lass dir nur sagen, es ist JETZT Zeit zu handeln. Es ist jetzt Zeit, sein eigenes Zukunftsbild zu entwickeln.  

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Ich hoffe mein Blogbeitrag hat dich dazu inspiriert, über einige der wichtigsten Fragen der Zukunft nachzudenken. Wir können die Zukunft der Umwelt mitgestalten und lernen mit Dingen wie der Überbevölkerung, Klimaschutz und Technologiefeindlichkeit umzugehen. Dazu habe ich Dir ein paar Impulse gegeben. Technologie und Umwelt sind kein gegensätzliches Paar. Sie gehören in der Zukunft zusammen. Jetzt liegt es an uns, diese umzusetzen. 


ÜBER DEN AUTOR

Autor

Sven Gabor Janszky

Europas innovativster Zukunftsforscher